In memoriam

Zur Erinnerung an eine aktive und streitbare Naturschützerin

Mehrere Jahre hatte ich immer wieder politische Spaziergänge zur „Natur vor unserer Haustür“ bzw. als „Marzahn-Hellersdorfer Umweltspaziergänge“ angeboten, zuletzt 2015 in Vorbereitung auf die IGA 2017 zu den Maßnahmen rund um Kienberg und Wuhleteich.

Aber auch zu unseren Stadtspaziergängen insbesondere rund um das Wuhletal stand Frau Angele Schonert oft als streitbare und kenntnisreiche Begleiterin bzw. Führerin zur Verfügung.

Ursprünglich aus dem Erzgebirge stammend, war sie mit ihrem im vorigen Jahr verstorbenen Ehemann Bernhard seit fast fünfzig Jahren – also auch schon zu DDR-Zeiten – in Sachen Naturschutz und vor allem praktischer Umweltbildung vor Ort unterwegs, ob im Lehrkabinett am Teufelssee in den Müggelbergen oder im Wuhletal, dessen Entwicklung sie ebenso wie die ebenfalls bereits verstorbenen Heino Mosel und   Dr. Wolfgang Clement aktiv und kritisch begleitete. Sie war auch Ansprechpartnerin und aktive Begleiterin der Planungen für die IGA, insbesondere unter dem Aspekt Biotop- und Artenschutz und der Zukunft von Kienberg und Wuhletal. In einer gesteuerten „Sukzession“ sah sie die Chance, die Artenvielfalt auf und am Kienberg nachhaltig zu erhöhen, von Brutstandorten seltener Vogelarten bis hin zur Entwicklung der Herpetofauna einschließlich der Wiederansiedlung der Zauneidechse. Das in diesem Jahr „ihre Graugänse“ trotz (oder sogar vielleicht wegen) der IGA wieder am Wuhleteich gebrütet haben, hätte sie gefreut, manches kommerzielle rund um die Veranstaltung vielleicht weniger. Sie konnte es nicht mehr miterleben. Am 25. März starb sie nach längerer Krankheit im Alter von 73 Jahren.

Sie wird mit ihrem Engagement und Kompetenz nicht nur dem NABU – auf dessen Homepage sich ein Nachruf findet – sondern auch mir als Gesprächspartnerin und Vermittlerin fehlen.

 

Frank Beiersdorff

 

Beiliegend 2 Fotos:

 

 

September 2013 – Angele Schonert bei einer Führung am Eichepark bei Regenwetter

eichepark3

April 2014 am Weiher Friedrichsfelde-Nord – Angele Schonert zeigt einen Kammmolch

Kammmolch

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