17.11.16 Lauchhammer (Mückenberg, Biotürme, Grundhof, Bockwitz.,…)

 

Lauchhammer zählt mit seiner langen Bergbautradition zu den ältesten Industriestandorten des Landes Brandenburg. Die Industriegeschichte im Gebiet der jetzigen Stadt begann bereits 1725 mit dem Errichten eines Raseneisenwerkes auf Holzkohle- und Torfbasis bei einer abgelegenen Mühle. Dieses an den Lauchteichen gelegene Werk – der Hammer im Lauch – gab der Stadt ihren heutigen Namen. Der Hammergraben erinnert heute auch noch daran.

1789 wurde bei Bockwitz – dem heutigen Lauchhammer-Mitte – das erste Kohleflöz angebohrt. Das ist auch der erste schriftliche Hinweis auf die Niederlausitzer Braunkohle.  Unser „Aufhänger“ in der insgesamt recht großen, durch Wald und Feld unterbrochenen Stadtlandschaft ist heute aber erst einmal Lauchhammer-West, das frühere Mückenberg.

Es geht vom Bahnhof zum Schlosspark, in welchem sich bis 1945 das Schloss Mückenberg befand, welches kurz nach Beendigung des Krieges durch einen Brand völlig vernichtet und später abgetragen wurde. Der Grundriss des Schlosses lässt sich heute an der Heckenbepflanzung nachvollziehen. Weitere Gebäude des Schlossgeländes sind in mehr oder weniger gutem Zustand noc erhalten…

Mit der Geschichte des Schlosses sind einige interessante Persönlichkeiten der früheren Herrschaft verbunden, so die Freifrau von Löwendal oder den Grafen von Einsiedel.

Der gesamte Schlosspark – zu DDR-Zeiten zum Stadtpark mit Freilichtbühne, Tiergehege, Parkbahn ausgebaut – steht heute unter Denkmalschutz. Leider hatte der Orkan „Kyrill“ im Jahre 2008 viel Schaden im Baumbestand angerichtet, übrigens auch an anderen Stellen im Stadtgebiet. Heute befindet sich im Park noch die 1746 errichtete Mückenberger Schlosskirche.

Wir werden zu einer geführten Besichtigung an der Schlosskirche erwartet.

Danach geht es durch das frühere Mückenberg vom Alten Markt über den Denkmalplatz zur Güterbahn zurück, zum Alten Bockwitzer Weg (Bockwitz ist das heutige Lauchhammer-Mitte), ein Stück entlang des Hammergrabens und dann auf Spuren der Geschichte des Braunkohletagebaus zur Alten Kokerei,

Dort finden wir als letzte Relikte der Koksproduktion die „Biotürme“. Aber auch den Schlosspark, imposant obwohl leider nur sonn- und Feiertags im Sommerhalbjahr zu Führungen direkt zugänglich.

Der Grundhof steht für eine interessante Arbeitersiedlung, die ab 1919 für die steigende Anzahl der Beschäftigten entstand. Abschließend erreichen wir Lauchhammer-Mitte, wo wir uns im Wiener Café etwas aufwärmen können. Mit dem Bus geht es nach Senftenberg und von dort mit der Bahn heimwärts.

Treff: 8:30 Berlin-Ostbahnhof, Abfahrt mit RE 2

Richtung Cottbus 8:46, 2. Wagen von vorn, wer früher zusteigen möchte, bitte rechtzeitig Bescheid sagen, Fahrt via Cottbus, Ruhland Lauchhammer West an 11:13. Rückkehr z.B. ab 16:43, an Bln.-Ostbhf. 19:13

Wegstrecke insg. max. 6 km.

Preis inkl. Führung 9,-€

Bitte anmelden insbesondere auch für Mitnutzung Berlin-Brb.-Ticket! Bitte ggf. bis „KW“ selbst für Fahrkarte Berlin ABC bzw. BC sorgen!

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