11.10.2016 Rund um Hennickendorf

Ausgehend vom Bahnhof Strausberg (einst – Vorstadt) geht es entlang des Bahndammes der früheren Kleinbahn und dann durch das NSG „Unteres Annatal und Lange Dammwiesen“ nach Hennickendorf, das wir an der heute noch bestehenden Wassermühle erreichen. Auch ein Besuch des Wachtelturms ist vorgesehen.
Hennickendorf ist heute „nur“ noch ein Ortsteil von Rüdersdorf, jedoch für sich selbst historisch interessant und landschaftlich reizvoll oberhalb der Stienitzseen gelegen, so dass wir auf einem historischen Wanderweg um das Dorf herum wandeln. Wir folgen dabei aber zunächst, wie schon einmal vor etlichen Jahren dem historischen Weg der früheren Kleinbahn Strausberg-Rüdersdorf, ausgehend vom ehemaligen Bahnhof Strausberg Vorstadt.
Hennickendorf wurde vermutlich im 13. Jahrhundert angelegt. Die erste urkundliche Erwähnung als „Hennckendorp“ stammt aus dem Jahr 1367. Bis heute stehen die kleinen Häuschen im historischen Dorfkern wie an einer Perlenschnur aufgereiht nebeneinander. Die Besiedlung am Stienitzsee lässt sich jedoch anhand hallstädtischer und bronzezeitlicher Funde bis weit vor die Zeitenwende zurückverfolgen. Der Vorgängerbau der heutigen Kirche entstand bereits in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts als Wehrkirche. Über Jahrhunderte gehörte Hennickendorf zum Kloster Zinna, bevor es um 1550 als Folge der Reformation in die Hände des brandenburgischen Kurfürsten Joachim II. gelangte. Die dynamische Entwicklung des Ortes nach 1850 ist nur im Zusammenhang mit dem Wirken der Familie Thaer zu verstehen. Albrecht Thaer gilt als Vater der modernen Agrarökonomie, sein Sohn erwarb 1841/42 weite Ackerflächen und die Idee seines Vaters folgend ließ der Landesökonomierat 1859 den Stienitzsee mit den Berliner Gewässern verbinden. Die Absenkung des Wasserspiegels legte umfangreiche Tonvorkommen frei und es entstanden zahlreiche Ziegeleien. Aus dem armen Bauerndorf war eine Industriegemeinde gewachsen. Der Transport per Schiff und die 1896 gegründete Eisenbahnverbindung von Strausberg nach Hennickendorf und Herzfelde belebten die wirtschaftliche Entwicklung. 1945 waren die Tonvorkommen erschöpft und die Ziegelproduktion wurde eingestellt. Wir folgen dem „Stillen Rundweg“ durch Hennickendorf zu interessanten historischen Objekten….
Treff: 10:20 Strausberg Bhf. (nach Ankunft S 5 an 10:18, z.B. Lichtenberg ab 9:46, Wuhletal 9:54…)
Rückfahrt z.B. (jede 30 min.) ab Hennickendorf, Dorf Bus 950 15:02 ab, S 5 ab Strausberg Bhf ab 15:25 (jede 20 min Richtung Berlin-Spandau…..)…
Wegstrecke ca. 7 – 8 km.
Preis inkl. Führung 6,-€
Tarifbereich Berlin ABC bzw. BC. Für Tickets ggf. selbst sorgen

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Rund um Berlin veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*